Historie

Endlich hat das Taschenbergpalais seine eigene Apotheke!

Die über 130 Jahre alte antiquarische Kostbarkeit, in Leipzig zur Gründerzeit 1771 erbaut, kann auf eine aufregende Geschichte zurückblicken. Im Leipziger Stadtteil Gohlis wurde Sie kurz nach ihrer Fertigstellung eingebaut und als Apotheke in Betrieb genommen. Damals noch wesentlich größer als heute. Den zweiten Weltkrieg überlebte sie fast völlig unbeschadet und wurde in der Nachkriegszeit von einem Hamburger Geschäftsmann in die Hansestadt gebracht und auf der Eppendorfer Straße über 50 Jahre als bekannte und beliebte Apotheke betrieben.

Im Jahre 2004 plante man weit reichende Umbauten in der Eppendorfer Straße und die Apotheke wurde zum Kauf angeboten. Über einen Antiquitätenhändler erwarb der Hamburger Kaffeekönig Albert Darboven das historische Schmuckstück, um sie in sein Musterzimmer am Pinkertweg in Hamburg einzubauen, denn bereits seit vielen Jahrhunderten weiß man die gesundheitsfördernde Wirkung von Kaffee und Schokolade zu schätzen und verkaufte beides sogar als „Medikamente“ in Apotheken. Kaffee gilt schon lange als das Denkvermögen und die Verdauung anregendes sowie „Husten, Kopfschmerzen und Wassersucht“ linderndes Heilmittel. Schokolade verbessert die Durchblutung, stimuliert das Herz-Kreislauf-System, senkt den Cholesterinspiegel, fördert die Konzentration und Gedächtnisleitung und vermindert den Alterungsprozess der Haut – kurz, ein Genuss für Gaumen und Wohlbefinden, von dem wir kaum die Finger lassen möchten.

Auf Grund der beeindruckenden Größe wurde diese Idee jedoch bald wieder verworfen. Die Vision Herrn Darbovens war, die Apotheke in ihre sächsische Heimat zurück zubringen und in ihr ein Kaffee Kleinod zu errichten. Der zuständige Verkaufsleiter Herr Werner wurde mit der schwierigen Aufgabe betraut, einen geeigneten Käufer, und gleichzeitig Darboven Kunden zu finden, der sie wenn möglich in ein stilvolles gastronomisches Objekt einbaut und damit auch die einzigartige Kaffee- und Schokoladenkultur wieder aufleben lässt.

Es meldeten sich viele Interessenten, unter Ihnen auch einige bekannte touristische Unternehmen in Leipzig und Dresden. Das Konzept von Herrn Volker Habrich, einem langjährigen Kunden und Geschäftsführer der schönsten Gewölberestaurants Dresdens, überzeugte jedoch sofort. Er wollte im geschichtsträchtigen Taschenbergpalais, mit unmittelbarem Blick auf den Dresdner Zwinger, detailgetreu fast die komplette Apotheke in eine ehemalige Bar einbauen und hier ein Cafe errichten, in dem auch Raucher und Liebhaber von edlen Zigarren gern gesehen sind.

Die seit März betriebene Apo-Theke erfreut sich inzwischen sowohl bei Einheimischen als auch Gästen des Kempinski-Hotels großer Beliebtheit, und so werden „Heilsuchende“ neben köstlichen Kaffee- und Schokoladenspezialitäten auch mit hausgebackenen Kuchen sowie guten Tropfen verwöhnt. In den Sommermonaten gern auch auf einem der zahlreichen Terrassenplätze.